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Stellungnahme des Kv's zum Thema Tierschutz

Wir betrachten Tiere als Mitgeschöpfe und schreiben ihnen daher ebenfalls eine inhärente Würde zu. Der Vorstoß der Schweiz aus dem Jahre 2008 diese Würde auch auf Verfassungsebene zu garantieren ist zu begrüßen. Selbiges fordern wir auch für die Bundesrepublik.

Wir betrachten Tiere als Mitgeschöpfe und schreiben ihnen daher ebenfalls eine inhärente Würde zu. Der Vorstoß der Schweiz aus dem Jahre 2008 diese Würde auch auf Verfassungsebene zu garantieren ist zu begrüßen. Selbiges fordern wir auch für die Bundesrepublik.

Die millionenfache, wissenschaftlich und kommerziell bedingte Tierausbeutung und Tierquälerei hat eine nie gekannte Dimension erreicht. Der alltägliche pervertierte Umgang mit unseren Mitgeschöpfen in Massentierhaltungen, Versuchslaboren und in vielen anderen Bereichen verstößt gegen alle ethischen und sittlichen Wertmaßstäbe.

 

Keine Massentierhaltung

Die z.Z. praktizierte Massentierhaltung, mit massivem Einsatz von Antibiotika (mehr als 740 t jährlich in Deutschland) auch an gesunden Tieren, lehnen wir aus moralischer und ethischer Überzeugung entschieden ab. Multiresistente Keime und unwirksame Antibiotika beim Menschen sind die Folge. Gerade im Hinblick auf Pandemien und den Auswirkungen des Klimawandels ist ein rasches Umdenken von Nöten.

 

Verbandsklagerecht für Tierschutz

Tierschutz ist ein im Grundgesetz verankertes Staatsziel.

Um dem effektiv gerecht zu werden, wollen wir die Wiedereinführung des von der NRW-Landesregierung abgeschafften Verbandsklagerechts für Tierschutz.

 

Tiertransporte beschränken

Transporte, gerade auch ins Ausland über mehrere Tage, sind für die meisten Tiere mit enormen Leid, Stress und Beeinträchtigungen verbunden. Daher müssen die Rahmenbedingungen für Transporte verbessert und verschärft werden.

Die ÖDP will Schlachttiertransporte nur vom Erzeuger zu einem nahegelegenen Schlachthof. So werden dezentrale, lokale Schlachthäuser erhalten und das Leiden der Tiere wird verringert. Eine Weide-/Hof-/oder Hausschlachtung ist in jedem Fall einem Tiertransport vorzuziehen.

Eine Schlachtung ohne Betäubung ist abzulehnen.

 

Tierversuche verbieten

In vielen Bereichen werden Tierversuche immer noch angewandt, obwohl alternative tierversuchsfreie Forschungsmethoden bestehen. Wir fordern ein Verbot aller quälerischen und leidvollen Experimente an und mit Tieren. Keine Steuergelder für Tierversuche.

 

Keine wild lebenden Tiere im Zirkus

Die artgerechte Haltung von Wildtieren im Zirkus ist nicht möglich. Gerade in kleinen Wanderzirkussen sind die Bedingungen für die Tiere katastrophal. Deshalb fordert die ÖDP ein Haltungsverbot für wild lebende Tiere im Zirkus.

 

Ferkelleid mindern

Die betäubungslose Kastration von männlichen Ferkeln wurde vom Bundestag für zwei weitere Jahre genehmigt. Diese Handlung ermöglicht eine Nische im Tierschutzgesetz. Laut Paragraf 5 Abschnitt vier ist es zwar verboten ohne Betäubung einen Eingriff an Wirbeltieren vorzunehmen, jedoch greift bei der Kastration von Ferkeln bis zum siebten Lebenstag eine Ausnahme. Dieser Umstand wird von der profitorientierten Massentierhaltung schamlos ausgenutzt, obwohl es Alternativen wie z.B. eine Impfung (Immunkastration) oder Sedierungen und Narkosen gibt. Die ÖDP fordert den sofortigen Stopp der Ferkelkastration ohne adäquate Schmerzlinderung.

 

Kükenschreddern" verbieten

Vergangenes Jahr wurden laut Bundeslandwirtschaftsministerium mehr als 45 Million Küken geschreddert oder vergast. Eine Geschlechtsbestimmung im Ei oder das sogenannte „Zweinutzungshuhn" ist dieser grausamen Tötung vorzuziehen.

Quelle: https://www.oedp-aschaffenburg.de/seiten-zum-menue-weitere-themen/tierschutz/